
Alles spiegelt dich
Die Welt als Spiegel deines Bewusstseins
Eine der Gesetzmäßigkeiten dieser Welt ist, dass sie dich widerspiegelt – auf allen Ebenen deines Seins.
Die Welt zeigt dir den Status quo deines Bewusstseins und macht die Themen sichtbar, die für deinen Heilungsprozess wesentlich sind.
Das Spiegelgesetz dient dabei, dir durch Umstände, Ereignisse, Menschen, Krankheiten und sogar Tiere zu verdeutlichen, welche Lektionen du dir vorgenommen hast, um sie zu lernen.
Nahestehende Menschen sind hervorragende Spiegel. Sie geben dir klare Hinweise darauf, wo du in inneren Konflikten feststeckst, ungelöste Themen mit dir trägst oder nicht gefühlte Emotionen in dir verborgen liegen.
Dein Körper lügt nicht
Auch dein Körper ist ein wunderbarer Spiegel. In *Ein Kurs in Wundern* heißt es, dass unser Körper neutral ist.
Betrachten wir ihn als Spiegel unseres Geistes, gewinnen wir tiefere Erkenntnisse darüber, welche unwahren Gedanken, Überzeugungen und Programme wir fortwährend nähren.
Diese macht der Körper über Krankheiten sichtbar.
Körpersymptome haben mir nicht nur einmal verdeutlicht, wie groß die Dimension meines Selbstangriffs ist.
Die Lektion, die sich stets hinter dem Selbstangriff verbirgt, ist die Liebe und Wertschätzung für uns selbst.
Selbstangriff kann sich durch entsprechende Krankheiten zeigen, aber auch durch Angriffe oder mangelnde Wertschätzung seitens unserer Kinder, unseres Partners oder anderer Menschen.
Erlöste und unerlöste Anteile erkennen
Erinnere dich: Alles ist eine Widerspiegelung deines unbewussten und unterbewussten Geistes. Deine Seele weiß das.
Das betrifft sowohl deine bereits erlösten als auch deine noch unerlösten Anteile.
Menschen, die dir deine Heiligkeit, Unschuld, deinen Mut, deine Freude, deine Risikobereitschaft oder deine Liebe spiegeln, bestätigen dir, dass dir diese Qualitäten bereits bewusst sind.
Du erkennst sie im Außen, weil sie in dir vorhanden sind.
Du kannst immer nur das wahrnehmen, woran du glaubst und wovon du überzeugt bist.
Lebewesen, die dich auf dunkle, ungeheilte oder unerlöste Anteile aufmerksam machen, sind Lernspiegel.
Du hast sie in dein Leben gezogen, damit du durch sie – und durch das, was sie dir spiegeln – etwas über dich selbst lernen kannst.
Verantwortung statt Widerstand
Es ist wenig hilfreich, die Spiegelerfahrung abzulehnen, zurückzuweisen, zu beschuldigen oder anzuklagen.
Weise handelst du, wenn du die Verantwortung für den Spiegel übernimmst, deine Aufmerksamkeit nach innen richtest und dich für die Heilung in dir entscheidest.
Diese Haltung wirkt nachhaltig – sowohl für deine geistige als auch für deine körperliche Gesundheit.
Sie erweitert dein Bewusstsein für dich selbst und vertieft dein Verständnis für das Leben.
Taucht ein Lernspiegel auf, der dich angreift, kleinmacht oder zum Opfer machen will, geht es selbstverständlich nicht darum, dies über dich ergehen zu lassen.
Nein, genau das ist damit nicht gemeint. Wenn du es versäumst, für dich einzustehen und klar aufzuzeigen, dass du für Angriffe und Übergriffe nicht zur Verfügung stehst, bleibt die entsprechende Täter-Opfer-Dynamik in deinem Unterbewusstsein bestehen.
Möchtest du jedoch verhindern, dass sich eine Erfahrung wiederholt oder die Dynamik dahinter heilt, musst du deine Aufmerksamkeit nach innen richten und dort Forschungsarbeit leisten.
Das ist nicht bequem. Mir geht es genauso. Macht aber nichts. Hier auf der Erde geht es nicht um Bequemlichkeit.
Es geht um Wachstum, Erweiterung, Ausdehnung, Risiko, Vertrauen, Glauben und Heilung.
Die gespiegelten Botschaften verstehen
Betrügt dich dein Ehepartner, schau nach innen. Erforsche das Bild, das du über dich selbst in deinem Unterbewusstsein trägst.
Dort wirst du vermutlich etwas entdecken, das unangenehm ist, das jedoch gesehen, losgelassen und geheilt werden möchte.
Wirst du beklaut, erforsche, wo du selbst nimmst, statt zu geben. Unangenehm – ich weiß.
Übersetze den Spiegel dabei nicht eins zu eins. Wird dir dein Fahrrad gestohlen, bedeutet das nicht, dass du nach einem Anteil suchen sollst, der in einem früheren Leben Fahrräder gestohlen hat.
Es geht darum, dich mit dem Schatten des Diebes zu beschäftigen.
Ein Dieb ist jemand, der neidisch ist und anderen etwas wegnimmt, weil er glaubt, es sich selbst nicht erschaffen zu können.
Erforsche also dein Nehmen statt dein Geben. Wo bist du zu einem Nehmenden geworden, ohne etwas zurückzugeben?
Hast du schon einmal beobachtet, wie Menschen anderen die Schau stehlen?
Wie sie sich in den Mittelpunkt drängen, obwohl es augenblicklich gar nicht um sie gehen sollte?
Das sind Themen, mit denen du dich beschäftigen solltest, wenn du immer wieder mal beklaut wirst.
Oder vielleicht hast du als Kind tatsächlich gestohlen und trägst bis heute unbewusst Schuld in dir?
Oder du glaubst einfach nur daran, ein Nehmender zu sein oder es nicht zu verdienen etwas vom Leben zu bekommen.
Dann hast du einen Konflikt in dir, der dir grundsätzlich verbietet, deinen wahren Raum im Leben einzunehmen oder die Fülle, die dir das Leben schenken will, anzunehmen.
Du siehst also: Lernspiegel können dich – wenn du es zulässt – in tiefe Ebenen deines Unterbewusstseins führen. Das ist ihre Aufgabe.
Mit den Speicherungen in unserem Unterbewusstsein ziehen wir die entsprechenden Lernspiegel in unser Leben.
Innere und äußere Ebene unterscheiden
Und ich betone es noch einmal, weil es so wichtig ist:
Halte die Ebenen klar auseinander.
Die innere Ebene braucht Auseinandersetzung, Forschungsarbeit und Heilung.
Die äußere Ebene braucht Klärung für den weiteren Umgang miteinander sowie – wenn erforderlich – einen angemessenen Ausgleich oder eine Wiedergutmachung.
Meine Zusammenfassung
- Wirst du durch einen Spiegel – einen Menschen, ein Tier, ein Ereignis oder einen Zustand – getriggert, beginne in deinem Inneren zu forschen.
- Decke auf, worauf dich dieser Spiegel aufmerksam machen möchte.
- Geht es um einen negativen Glaubenssatz? Eine belastende Emotion? Ein zerstörerisches Selbstbild? Eine Erinnerung?
Ein Trauma? Ein unerfülltes Bedürfnis? Einen Vorwurf? Eine Verurteilung? - Was auch immer du findest: Fühle den Schmerz.
- Wähle Heilung. Wähle Vergebung. Wähle Befreiung. Wähle Erlösung.
- Übergib anschließend alles dem Himmel und bitte darum, dass in deinem Geist und auf allen Ebenen deines Seins Heilung geschehen möge.
- Das war’s.
Deine Aufgabe besteht immer nur darin, Verantwortung zu übernehmen. Heilung und Erlösung kommen vom Geist der Liebe, von deinen Helfern und den Engeln, die dich begleiten.
Nach deiner inneren Arbeit kannst du den Geist der Liebe bitten, dich auch bei der Klärung im Außen zu unterstützen.
Die geistige Welt ist so angelegt, dass sie dir immer helfen möchte.
Wenn diese Hilfe dich scheinbar nicht erreicht, blockierst du sie möglicherweise durch bestimmte Überzeugungen oder innere Anteile. Vielleicht glaubst du, keine Hilfe zu verdienen oder alles allein schaffen zu müssen.
Sobald du aufhörst, genau das beweisen zu wollen, wirst du ganz sicher andere Erfahrungen machen.
Zum Abschluss
Vertraue darauf, dass dir das Leben keinen Spiegel schenkt, den du nicht anschauen könntest.
Alles, was sich zeigt, möchte erlöst werden. Alles, was sich wiederholt, möchte verstanden werden.
Und alles, was heilt, bringt dich deiner wahren Natur ein Stück näher.
Der Geist der Liebe geht jeden Schritt mit dir. Du musst den Weg nicht allein gehen. Deine einzige Aufgabe ist deine Bereitschaft.
